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Was kann ich tun, wenn ich mit einer Szene nicht weiterkomme?

11. Mai 2016 | Schreibtipps | 0 comments | Author:

Beim Schreiben stecken zu bleiben, das kennt jeder Autor. Man bekommt eine Szene einfach nicht richtig zu fassen und alles, was man schreibt, wirkt leblos. Mir passiert das vor allem bei Szenen mit vielen Beteiligten, zum Beispiel Familienfeiern.

Meistens liegt das daran, dass man:

  • nicht genau genug geplant hat, WAS passiert.
  • nicht genau genug weiß, WIE es passiert.
  • sich der Szene aus der falschen Perspektive nähert.

 

Hier vier einfache Strategien, die helfen können:

Die Perspektive ändern

Betrachte die Situation aus der Perspektive einer anderen Figur, vielleicht sogar einer Nebenfigur, die im Hintergrund agiert, aber vieles mitbekommt. Aber Vorsicht beim Einführen neuer Perspektivträger, die ansonsten im Roman keine Rolle spielen.

Eine andere Figur in den Vordergrund stellen

Behalte die Perspektive bei, aber richte den Fokus auf eine andere Figur, die in der Szene eine Rolle spielt. Wie nimmt die Perspektivträgerin diese Figur und ihre Handlungen wahr?

Einen Schwerpunkt setzen

Mach dir genau bewusst, was du mit dieser Szene zeigen willst. Was wird durch die Ereignisse transportiert?

Den Höhepunkt festlegen

Formuliere den Höhepunkt der Szene. Auf ihn muss die Handlung zulaufen.

 

Wenn du eine oder mehrere dieser Methoden anwendest, löst sich der Schreibstau meistens auf. Falls er das nicht tut, solltest du überlegen, wie du das, was du zeigen willst, in einer anderen Szene darstellen kannst.

 

(Foto: Pixabay; Autoren beim Überwinden der Schreibblockade)




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